Storyliebe geht online – Monatsrückblick Juli 2021

1. Storyliebe kam im Juli zur Welt

Vor genau einem Monat hatte ich nicht einmal in Gedanken den Plan, meinen Blog Storyliebe zu launchen. Ist das Leben nicht manchmal verrückt? Und nun sitze ich an meinem Schreibtisch, neben mir zwei gepackte Fahrradtaschen (morgen geht es auf Reisen) und lasse mit größtem Erstaunen diesen unglaublichen Juli Revue passieren. Und ich schreibe meinen dritten Blogartikel!

Am 10. Juli 2020 schickte mir meine Freundin Sylvia von BÜHNE DREI Mediendesign & Druck mein tolles Logo mit der Vespa – ich liebe es – und dennoch lag es ein ganzes Jahr ungenutzt in meinem Postfach. Zugegeben, das letzte Jahr was alles andere als normal und ich hatte ein Projekt, das ich unbedingt umsetzten wollte. Daher habe ich viel Zeit mit fotografieren verbracht und mich in Lightroom eingearbeitet. Irgendwie lief im Rückblick alles auf meinen Blog hinaus. Kleine, unsichtbare Fäden, die nach und nach, je dichter sie zueinanderfanden, sichtbar wurden. Doch das wusste ich damals noch nicht.

Wie wurde aus einem Traum Storyliebe?

Seit mindestens fünf Jahren (eher zehn) war es mein Traum einen Blog zu haben, auf dem ich meine eigenen Texte und meine Fotos veröffentliche. Allerdings fehlte mir der Mut. Ich wusste nicht, was ich schreiben soll. Ich hatte lange Zeit kein Logo und keine Idee, welche Themen mich so begeistern, dass ich nichts lieber täte, als darüber zu schreiben. Ich hatte keine Fotos, die ich hätte verwenden können. Und habe ich es bereits erwähnt? Mir fehlte der Mut. Im Gegenzug hatte ich aber viele Ausreden.

Dass mein Blog Storyliebe heißen würde, das immerhin war klar.

Doch was war im Juli dieses Jahres passiert? Ich würde sagen, das Universum hatte die Schnauze voll.

Aus alter Gewohnheit kaufte ich Anfang Juli einen Online-Kurs übers Bloggen. Da keimte dieser Samen, der vor langer Zeit in meine Gedanken gepflanzt wurde, langsam auf. Zwei Tage später tauchte eine Werbung von Judith von Sympatexter in meinem Insta-Feed auf – eine Challenge: In einer Woche einen Blogartikel schreiben und online stellen. Das war ein Deal. Jetzt oder nie.

Eigentlich war ja alles da, was ich brauchte. Ich hatte so oft meinen Traum geträumt. Und irgendwie hatte ich, ohne es zu wissen, in meinem Inneren eine Idee in einen Plan verwandelt. Alles ergab plötzlich einen Sinn, alles fügte sich und wurde leicht. Ich saß bis spät abends vor meinem Rechner, wählte Fotos aus und definierte die Farben in meinem WordPress-Theme. Es war eine freudige Erwartung in mir, die ohne Angst war. Das war neu und wunderbar. Und für mich bis heute unfassbar. Ich habe es getan! Wow!

Am 18. Juli 2021 ging mit Herzklopfen und einem Glas Rotwein Storyliebe online.

Was ich aus dieser Erfahrung gelernt habe:

1. Manche Dinge brauchen Zeit, um zu reifen.
2. Manche Dinge müssen schnell durchgezogen werden.
3. Ich vertraue meiner Intuition.

2. Kreatives Schreiben – Online Uni-Seminar spart immerhin Fahrtzeit

Jedes Jahr im Sommersemester gebe ich an der Uni Göttingen einen Kurs. So auch in diesem Jahr. Die letzte Kurseinheit fand Anfang Juli statt. In meinem Kurs schreiben wir immer einen Pressetext für ein Theaterstück, dass im Studententheater (ThOP) in Göttingen aufgeführt wird. Dieses Mal trafen wir den jungen Regisseur leider nur online. Es ist sein erstes Stück. Meine Studis und ich waren wirklich mächtig beeindruckt.

Fun Fact: Seitdem ich aus dem Titel des Seminars das Wort ‚Öffentlichkeitsarbeit‘ entfernt habe und den Kurs stattdessen in ‚Kreatives Schreiben für kreative Pressetexte‘ umbenannte, ist die Anmeldeliste immer voll. Krass, was das Wörtchen ‚kreativ‘ auslöst. Es ist magisch.

Jedes Semester erlebe ich übrigens einen Wandel: Erst mag niemand den eigenen Text öffentlich lesen und am Ende des Semesters kommen nicht nur schöne Texte heraus, sondern die Scheu ist gewichen. So wunderbar 🙂

Dennoch: In den Online-Kursen fehlt mir die Energie, die einfach da ist, wenn wir in einem Raum sind und gemeinsam schreiben. Ich vermisse es so.

3. Haare ab! Alte Zöpfe weg!

Ich war nach 1,5 Jahren wieder beim Friseur! In den Corona-Monaten habe ich hin und wieder an meinen Haaren herumgeschnippelt. Lange Haare verzeihen da zum Glück sehr viel. Aber etwas nagte in mir. Noch war es zu früh, als dass ich sagen würde, es schrie in mir nach Veränderung. Eher lagen mir Zweifel auf der Seele. Weniger wegen abgeschnittener Haare – die wachsen wieder. In diesem Punkt war ich noch nie zimperlich. ABER wenn Frauen ihre Frisur verändern …, hat es meistens einen Grund.

Ich schrieb also etwas verunsichert meine Gedanken morgens in mein Journal – doch ich fand keinen Haken. Deshalb kam ich zu folgender Schlussfolgerung: Ich habe mich entwickelt, und zwar so, dass sich mein Leben nicht mehr nach langen Haaren anfühlt. Mehr nach Long-Bob – fransig geschnitten. Und Naturlocken. Das hört sich verdammt nach mir an.

4. Und was kommt im August?

Ich mache drei Wochen Urlaub. Was bei mir soviel heißt wie: Ich schreibe, fotografiere, treibe mich wieder mehr auf Insta rum, lese, liege in der Hängematte und koche mich durch meine vernachlässigten Kochbücher. Ach ja. Eine Woche werde ich allein zelten fahren. Auch neu. Spannend. Ich werde berichten.

Anja

fleißige Redakteurin

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